---
title: "Was ist ein Memorandum of Understanding (MoU)?"
description: "Wann ein Memorandum of Understanding (MoU) nach deutschem Recht bindet, was abgebrochene Verhandlungen kosten und welche Termine Sie überwachen."
canonical: "https://contracko.com/de/blog/was-ist-ein-memorandum-of-understanding"
---
# Was ist ein Memorandum of Understanding (MoU)?

Source: https://contracko.com/de/blog/was-ist-ein-memorandum-of-understanding

[Blog](https://contracko.com/de/blog)

[Was ist ein Memorandum of Understanding (MoU)?](https://contracko.com/de/blog/was-ist-ein-memorandum-of-understanding)

# Was ist ein Memorandum of Understanding (MoU)?

Lou Van Reemst 08. Okt. 2026

Für LLM kopieren

Ein Memorandum of Understanding (MoU) hält fest, was Parteien gemeinsam vorhaben, bevor oder anstatt sie einen vollständigen Vertrag schließen. Ein erfundenes Beispiel: Ein Maschinenbauer und ein Logistikunternehmen unterzeichnen ein zweiseitiges MoU über ein gemeinsames Pilotprojekt. Der Maschinenbauer stellt ein Team ab und kauft Testgeräte. Dann beendet das Logistikunternehmen die Gespräche. Nach deutschem Recht darf jede Partei bis zum Vertragsschluss Abstand nehmen, und Aufwendungen davor erfolgen grundsätzlich auf eigene Gefahr [1]. Ersatz kommt nach dem Bundesgerichtshof (BGH) nur in Betracht, wenn der Vertragsschluss als sicher anzunehmen war, im Vertrauen darauf Aufwendungen gemacht wurden und der Partner später ohne triftigen Grund ablehnt [1].

Dieser Leitfaden behandelt das Memorandum of Understanding und die Absichtserklärung in Deutschland, nach deutschem Recht. Er ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Für dieselbe Idee gibt es mehrere Namen. Eine Absichtserklärung, ein Letter of Intent (LOI), ein Term Sheet oder ein Eckpunktepapier hält meist die Grundzüge eines Kaufs, Darlehens oder einer Lizenz fest, bevor der endgültige Vertrag steht. Die Überschrift entscheidet weniger, als Sie vielleicht erwarten. Nach § 133 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ist bei der Auslegung einer Willenserklärung der wirkliche Wille zu erforschen, nicht der buchstäbliche Sinn des Ausdrucks [2]. Verträge sind nach § 157 BGB so auszulegen, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern [2]. Ein deutsches Gericht schaut also auf Inhalt und Umstände, nicht nur auf das Etikett.

## Memorandum of Understanding: Zweck und Einsatz

Ein MoU bringt einen gemeinsamen Plan zu Papier, solange die Einzelheiten noch offen sind. Es ist nützlich, wenn sich die Parteien jetzt abstimmen und erst später binden wollen.

Typische Einsatzfelder sind:

- Rahmen vor einer Transaktion. Zwei Unternehmen vereinbaren die Grundzüge eines Joint Ventures, einer Lizenz oder einer Lieferbeziehung, bevor Juristen den endgültigen Vertrag entwerfen.
- Kooperationen in Forschung und Lehre. Hochschulen und Forschungseinrichtungen halten in einem MoU oft fest, dass sie zusammenarbeiten wollen. Die konkreten Pflichten regeln sie danach in einem eigenen Vertrag.
- Vereinbarungen zwischen Staaten. Auch Staaten halten Zusammenarbeit in Dokumenten mit dem Namen Memorandum of Understanding fest. Nach dem Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge ist eine schriftliche, dem Völkerrecht unterliegende Übereinkunft zwischen Staaten ein Vertrag, gleichgültig, wie sie im Einzelnen bezeichnet wird [4].

Diese Einsatzfelder haben nicht dieselbe Rechtswirkung. Ein Dokument mit dem Titel MoU kann nach deutschem Recht trotzdem ein Vertrag sein. Wer einem anderen einen Vertragsschluss anträgt, ist nach § 145 BGB an den Antrag gebunden, es sei denn, er hat die Gebundenheit ausgeschlossen [2]. Einen bestimmten Namen verlangt das Gesetz dafür nicht.

Auf die Frage „Ist ein MoU bindend?“ gibt es deshalb keine pauschale Antwort. Die bessere Frage lautet: Was sagt genau dieses Dokument, und was wollten die Parteien?

### Wann ein MoU genügt

Ein MoU genügt oft, wenn kein Geld fließt, jede Partei ohne Schaden aussteigen kann und es um Abstimmung statt Durchsetzbarkeit geht. Eine gemeinsame Veranstaltung, eine Empfehlungsabsprache oder ein Forschungsprojekt in der Erkundungsphase passen häufig dazu.

Meist genügt es nicht, wenn eine Seite Geld ausgibt, vertrauliche Informationen weitergibt, andere Angebote ablehnt oder mit der Arbeit beginnt. In diesen Momenten möchte eine Partei später, dass ein Gericht etwas durchsetzt. Ist die Pflicht wichtig, gehört sie in einen Vertrag oder in eine Bestimmung, die das MoU ausdrücklich als bindend kennzeichnet.

Es hilft, jede Pflicht zuerst als eigene [Klausel](https://contracko.com/de/glossar/clause) zu formulieren, bevor Sie entscheiden, in welches Dokument sie gehört.

## Memorandum of Understanding: Parteien

Die Parteien eines MoU sind die Personen oder Organisationen, deren Absichten es festhält. Die meisten MoUs haben zwei Parteien. Kooperationen, Konsortien und öffentliche Programme können mehr haben. Nach deutschem Recht können vorvertragliche Rücksichtspflichten sogar gegenüber Personen entstehen, die selbst nicht Vertragspartei werden sollen (§ 311 Absatz 3 BGB) [3]. Nach dieser Vorschrift gilt das insbesondere, wenn ein Dritter in besonderem Maße Vertrauen für sich in Anspruch nimmt und dadurch die Verhandlungen oder den Vertragsschluss erheblich beeinflusst [3].

Jede Partei hat dieselben Grundaufgaben:

- Sich genau bezeichnen. Verwenden Sie den vollständigen rechtlichen Namen der Einheit, die den Plan umsetzt. Eine vage Formulierung wie „und ihre verbundenen Unternehmen“ lässt offen, welche Gesellschaft welches Recht hat.
- Mit Vertretungsmacht unterzeichnen. Wer unterschreibt, sollte die Organisation an das binden dürfen, was das MoU tatsächlich bindend macht.
- Die eigene Rolle kennen. Ein gutes MoU sagt, wer was beiträgt: Grundstück, Personal, Wissen, Finanzierung oder einen Höchstbetrag vorgestreckter Kosten.
- Eine Kontaktperson benennen. Auf jeder Seite sollte jemand die Beziehung und die nächsten Schritte verantworten.

Staaten bringen eigene Regeln mit. Schließt ein Staat ein MoU mit einem anderen Staat, kann das nach dem Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge ein völkerrechtlicher Vertrag sein. Entscheidend ist, ob die schriftliche Übereinkunft dem Völkerrecht unterliegt, nicht der Name des Dokuments [4].

## Memorandum of Understanding: wichtige Klauseln

Ein gut entworfenes MoU liest sich wie ein kurzer Vertrag mit einer zusätzlichen Klausel, die festlegt, wie viel davon bindet. Die Tabelle fasst die üblichen Abschnitte zusammen. Die Erläuterungen folgen.

| Klausel | Was sie festhält | Bindend? |
| --- | --- | --- |
| Zweck und Umfang | Das gemeinsame Ziel und seine Grenzen | Meist nicht |
| Rollen und Beiträge | Wer was tut und liefert | Hängt von der Formulierung ab |
| Bindungswirkung | Welche Abschnitte binden und welche nicht | Sollte es ausdrücklich sagen |
| Nächste Schritte | Der endgültige Vertrag und Zieltermine | Oft eine Pflicht zu verhandeln |
| Vertraulichkeit und Exklusivität | Umgang mit Informationen und Exklusivzeiträume | Meist bindend formuliert |
| Kosten | Wer während des Prozesses was bezahlt | Sollte es sagen |
| Laufzeit und Beendigung | Beginn, Ende und Ausstieg | Sollte es sagen |
| Anwendbares Recht und Unterschriften | Welches Recht gilt und wer unterschreibt | Ja, wenn es ein Vertrag ist |

### Klausel zur Bindungswirkung

Das ist die wichtigste Klausel eines MoU. Das deutsche Recht kennt keine feste Einteilung von Vorvereinbarungen in Typen. Es arbeitet mit allgemeinen Regeln des BGB.

- Offene Punkte. Solange sich die Parteien nicht über alle Punkte geeinigt haben, über die nach der Erklärung auch nur einer Partei eine Vereinbarung getroffen werden soll, ist der Vertrag nach § 154 Absatz 1 BGB im Zweifel nicht geschlossen [2]. Die Verständigung über einzelne Punkte ist nach § 154 Absatz 1 Satz 2 BGB auch dann nicht bindend, wenn sie aufgezeichnet wurde [2].
- Vereinbarte Beurkundung. Haben die Parteien eine Beurkundung des beabsichtigten Vertrags verabredet, ist er nach § 154 Absatz 2 BGB im Zweifel erst mit der Beurkundung geschlossen [2].
- Geänderte Annahme. Eine Annahme mit Erweiterungen, Einschränkungen oder sonstigen Änderungen gilt nach § 150 Absatz 2 BGB als Ablehnung, verbunden mit einem neuen Antrag [2].
- Vereinbarte Form. Fehlt eine durch Rechtsgeschäft bestimmte Form, hat das nach § 125 Satz 2 BGB im Zweifel Nichtigkeit zur Folge [2].

Bindet das MoU nicht als Vertrag, sind die Parteien nach deutschem Recht trotzdem nicht völlig frei. Nach § 311 Absatz 2 Nummer 1 BGB entsteht schon durch die Aufnahme von Vertragsverhandlungen ein Schuldverhältnis mit Pflichten nach § 241 Absatz 2 BGB [3]. Nach § 241 Absatz 2 BGB kann ein solches Schuldverhältnis nach seinem Inhalt jede Seite zur Rücksicht auf die Rechte, Rechtsgüter und Interessen der anderen verpflichten [3]. Verletzt eine Partei eine solche Pflicht, kann die andere nach § 280 Absatz 1 BGB Ersatz des daraus entstehenden Schadens verlangen [3]. Nach derselben Vorschrift gilt das nicht, wenn die Partei die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat [3]. In Deutschland heißt diese Haftung Verschulden bei Vertragsverhandlungen, lateinisch culpa in contrahendo.

Für den Abbruch von Verhandlungen zieht der BGH enge Grenzen [1]. Nach deutschem Recht hat jede Partei bis zum Vertragsschluss das Recht, vom geplanten Vertrag Abstand zu nehmen. Aufwendungen in Erwartung des Vertrags erfolgen nach dem BGH grundsätzlich auf eigene Gefahr. Erstattungsfähig können sie nach dem BGH nur sein, wenn drei Dinge zusammenkommen [1]:

1. Der Vertragsschluss war nach den Verhandlungen als sicher anzunehmen.
2. Die andere Seite hat im Vertrauen darauf Aufwendungen zur Durchführung des Vertrags gemacht.
3. Der Verhandlungspartner lehnt den Vertragsschluss später ohne triftigen Grund ab.

Bei einem Grundstückskaufvertrag, der nach § 311b Absatz 1 BGB notariell beurkundet werden muss, ist der BGH noch strenger [1] [3]. Dort haftet ein Verhandlungspartner nur bei einer besonders schwerwiegenden, in der Regel vorsätzlichen Treuepflichtverletzung, etwa wenn er eine nicht vorhandene Abschlussbereitschaft vorspiegelt [1]. Die praktische Lehre nach deutschem Recht: Schreiben Sie auf, welche Teile binden.

### Zweck, Rollen und nächste Schritte

Beschreiben Sie das gemeinsame Ziel in ein oder zwei Sätzen. Nennen Sie dann die Beiträge jeder Partei. Wollen die Parteien einen endgültigen Vertrag schließen, benennen Sie ihn und geben Sie einen Zieltermin an.

Wählen Sie Ihre Verben bewusst. Nach §§ 133 und 157 BGB zählen der wirkliche Wille und Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte, nicht allein der Wortlaut [2]. Formulierungen wie „verpflichtet sich“ oder „wird liefern“ deuten eher auf Bindung hin als „beabsichtigt“. Wollen Sie nur eine Absicht festhalten, sagen Sie ausdrücklich, dass dieser Abschnitt nicht bindend ist.

### Vertraulichkeit, Exklusivität und Kosten

Diese Klauseln schützen eine Partei, solange die Gespräche laufen. Sie helfen nur, wenn sie binden. Ist Ihr MoU sonst unverbindlich, erklären Sie diese Abschnitte ausdrücklich für bindend und geben Sie jedem ein Enddatum.

Eine bindende Klausel begründet eine Pflicht. Verletzt eine Partei sie, schuldet sie nach § 280 Absatz 1 BGB Schadensersatz, es sei denn, sie hat die Pflichtverletzung nicht zu vertreten [3]. Zu vertreten hat sie nach § 276 Absatz 1 BGB Vorsatz und Fahrlässigkeit, wenn eine strengere oder mildere Haftung weder bestimmt noch aus dem sonstigen Inhalt des Schuldverhältnisses zu entnehmen ist [3]. Die Haftung wegen Vorsatzes kann nach § 276 Absatz 3 BGB nicht im Voraus erlassen werden [3].

Regeln Sie auch die Kosten. Nach dem BGH erfolgen Aufwendungen in Erwartung eines Vertragsschlusses nach deutschem Recht grundsätzlich auf eigene Gefahr [1]. Wer eine andere Verteilung will, muss sie vereinbaren.

### Laufzeit, Kündigung und anwendbares Recht

Geben Sie dem MoU ein Enddatum oder einen Überprüfungstermin. Legen Sie fest, wie eine Partei aussteigen kann und mit welcher Frist. Benennen Sie das anwendbare Recht, besonders wenn die Parteien in verschiedenen Ländern sitzen.

Vor der Unterschrift hilft es, den Entwurf durch ein [Tool zur Vertragsprüfung](https://contracko.com/de/tools/vertragspruefung) laufen zu lassen, das wichtige Termine, Pflichten und ungewöhnliche Klauseln markiert. Nutzen Sie das Ergebnis als Checkliste für Ihre eigene Lektüre, nicht als Rechtsberatung.

## Termine und Ereignisse im Vertragslebenszyklus

Ein MoU hat weniger Termine als ein langer Vertrag, aber die vorhandenen gehen leicht verloren. Die meisten liegen am Anfang oder beim Übergang zum endgültigen Vertrag, wie Contrackos Überblick zum [Vertragslebenszyklus](https://contracko.com/de/glossar/contract-lifecycle) beschreibt.

Überwachen Sie diese Ereignisse:

- Unterzeichnung und Wirksamkeit. Beide Daten können auseinanderfallen. Halten Sie beide fest und notieren Sie, ob alle Parteien unterschrieben haben. Ist eine Beurkundung verabredet, ist der Vertrag nach § 154 Absatz 2 BGB im Zweifel erst mit ihr geschlossen [2].
- Zieltermin für den endgültigen Vertrag. Nennt das MoU einen, tragen Sie ihn mit einer frühzeitigen Erinnerung in den Kalender ein.
- Ende von Exklusivität und Vertraulichkeit. Diese Pflichten enden oft an einem festen Tag oder eine bestimmte Zahl von Tagen nach der Unterzeichnung.
- Überprüfungstermine. Langfristige Kooperationen sollten regelmäßig überprüft werden, zum Beispiel jährlich.
- Ablauf oder Verlängerung. Manche MoUs enden an einem Datum. Andere laufen weiter, bis eine Partei kündigt. Verlängert sich Ihres, behandeln Sie es wie jede [Vertragsverlängerung](https://contracko.com/de/glossar/contract-renewal).
- Kündigung. Notieren Sie die Kündigungsfrist und die Adresse für Mitteilungen.
- Ablösung. Wird der endgültige Vertrag unterschrieben, halten Sie fest, dass er das MoU ersetzt. Prüfen Sie, ob eine MoU-Klausel wie die Vertraulichkeit fortgilt.

Contrackos Anleitung zu [Vertragsterminen und automatischen Verlängerungen](https://contracko.com/de/docs/vertragstermine-und-automatische-verlaengerungen) zeigt, wie Sie Beginn, Ende und Kündigungsfristen erfassen, damit Erinnerungen rechtzeitig auslösen.

## Risiken und häufige Fehler

Die meisten Streitigkeiten über ein MoU beginnen mit einem Unterschied zwischen dem, was eine Partei für gemeint hielt, und dem, was dasteht. Das sind die häufigen Fehler, jeweils mit einer konkreten Folge.

Annehmen, der Titel mache das Dokument unverbindlich. Nach deutschem Recht zählen der wirkliche Wille und die Auslegung nach Treu und Glauben, nicht das Etikett [2]. Wollen Sie ein unverbindliches MoU, sagen Sie das in einer Klausel und vermeiden Sie anderswo die Sprache fester Zusagen.

Vergessen, dass schon Verhandlungen Pflichten auslösen. Nach § 311 Absatz 2 BGB entstehen Rücksichtspflichten bereits mit der Aufnahme von Vertragsverhandlungen [3]. Ihre Verletzung kann nach § 280 Absatz 1 BGB zum Schadensersatz führen, außer die Partei hat sie nicht zu vertreten [3]. Das gilt auch dann, wenn das MoU selbst kein Vertrag ist.

Verhandlungspflichten mit einer Abschlusszusage verwechseln. Nach der Rechtsprechung des BGH darf jede Partei bis zum Vertragsschluss von dem geplanten Vertrag Abstand nehmen [1]. Ein Recht auf den Abschluss gibt Ihnen ein unverbindliches MoU nach deutschem Recht nicht. Bei einem Grundstückskauf muss ein Verkaufswilliger nach deutschem Recht ein Abrücken von seiner Verkaufsabsicht aber umgehend mitteilen [1].

Auf Grundlage eines MoU mit der Arbeit beginnen. Wer vor dem endgültigen Vertrag Geld ausgibt, trägt ein Risiko. 2017 entschied der BGH über einen Kaufinteressenten für eine Eigentumswohnung in Frankfurt am Main [1]. Er hatte im Vertrauen auf den Kauf schon einen Darlehensvertrag geschlossen. Kurz vor dem Notartermin erhöhte die Verkäuferin den Preis von 376.700 € auf 472.400 €. Der Käufer blieb auf rund 9.000 € Kosten für die Rückabwicklung der Finanzierung sitzen, weil nach deutschem Recht vor der Beurkundung keine Bindung bestand [1]. Der BGH wies darauf hin, dass ein Kaufinteressent zunächst nur eine Finanzierungszusage einholen oder das Darlehen unter der Bedingung des Kaufs schließen kann [1].

Das MoU ohne Ende lassen. Ein MoU ohne Enddatum, Überprüfungstermin und Ausstiegsklausel kann alle überdauern, die es verhandelt haben. Ohne Datum erinnert niemand daran, es zu verlängern, zu ersetzen oder zu beenden.

Das MoU aus den Augen verlieren. MoUs werden oft außerhalb des normalen Vertragsprozesses unterschrieben, von einer Projektleitung oder einer Abteilungsleitung. Danach liegen sie in einem Posteingang oder einem geteilten Ordner. Das ist ein Problem des [Vertragsrisikomanagements](https://contracko.com/de/glossar/contract-risk-management), und es lässt sich leicht vermeiden.

## Checkliste für das Vertragsmanagement

Behandeln Sie ein unterzeichnetes MoU als Vertragsdatensatz, auch wenn es größtenteils nicht bindet. Contrackos [Leitfaden zum Vertrags-Repository](https://contracko.com/de/blog/vertrags-repository-leitfaden) erklärt, wie Sie Vereinbarungen an einem durchsuchbaren Ort aufbewahren.

Diese Felder erfassen

1. Vollständige rechtliche Namen aller Parteien und der Unterzeichnenden.
2. Ob jede Partei unterschrieben hat, mit Unterschriftsdatum und Datum des Wirksamwerdens.
3. Welche Klauseln binden und welche nicht, zitiert aus dem Dokument.
4. Das anwendbare Recht.
5. Die Beiträge und Kontaktpersonen jeder Partei.
6. Der geplante endgültige Vertrag und sein Zieltermin.
7. Ein Link zum endgültigen Vertrag, sobald es ihn gibt, und die Klauseln, die fortgelten.

Diese Termine in den Kalender eintragen

1. Der Zieltermin für den endgültigen Vertrag, mit einer Erinnerung mindestens 30 Tage vorher.
2. Enddaten von Exklusivität und Vertraulichkeit.
3. Ablauf-, Verlängerungs- oder Überprüfungstermin des MoU.
4. Die Frist für den Ausstieg oder die Nichtverlängerung.

Regelmäßig überprüfen

1. Listen Sie jedes Quartal die offenen MoUs ohne endgültigen Vertrag auf und entscheiden Sie je MoU: fortführen, verlängern oder beenden.
2. Prüfen Sie jedes Jahr, ob Kontaktpersonen und Unterzeichnende noch aktuell sind.
3. Ist der endgültige Vertrag unterschrieben, markieren Sie das MoU als abgelöst und schließen Sie seine Erinnerungen.

Sie müssen diese Felder nicht von Hand abtippen. Contrackos [Vertragsdatenextraktion](https://contracko.com/de/docs/vertragsdatenextraktion) wandelt hochgeladene Vereinbarungen in strukturierte Daten um, darunter Parteien, Termine, Verlängerungsbedingungen und Kündigungsfristen. Für eine breitere Routine lesen Sie diese [Best Practices im Vertragsmanagement](https://contracko.com/de/blog/vertragsmanagement-best-practices).

[Contracko](https://contracko.com/de/funktionen) bewahrt Verträge, Dateien und Metadaten an einem Ort auf, und die künstliche Intelligenz (KI) liest jede Vereinbarung, um wichtige Termine und Bedingungen sichtbar zu machen. [Ablauferinnerungen](https://contracko.com/de/funktionen/expiration-reminder) verfolgen Verlängerungs-, End- und Kündigungstermine sowie eigene Ereignisse wie Pflichten oder Meilensteine. Sie können Benachrichtigungen Kolleginnen und Kollegen zuweisen. Es gibt eine kostenlose Testphase, ohne Kreditkarte.

## Quellen

[1] Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. Oktober 2017, V ZR 11/17 (Abbruch von Vertragsverhandlungen, Aufwendungen auf eigene Gefahr, strengere Regel bei Grundstücken). bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/V_ZS/2017/V_ZR__11-17.pdf?__blob=publicationFile&v=1

[2] Bürgerliches Gesetzbuch, §§ 125, 133, 145, 150, 154 und 157 (Form, Auslegung, Antrag, Annahme, Einigungsmangel). gesetze-im-internet.de/bgb/

[3] Bürgerliches Gesetzbuch, §§ 241, 276, 280, 311 und 311b (Rücksichtspflichten, Vertretenmüssen, Schadensersatz, vorvertragliches Schuldverhältnis, Grundstücksverträge). gesetze-im-internet.de/bgb/

[4] Vereinte Nationen, Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge, Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a (Vertrag unabhängig von der Bezeichnung). legal.un.org/ilc/texts/instruments/english/conventions/1_1_1969.pdf

Die Bilder in diesem Artikel wurden mithilfe von KI erstellt.

## Legen Sie mit Contracko los

Nehmen Sie sich den Stress aus dem Vertragsmanagement. Mit Contracko bleiben Sie organisiert, pünktlich und in Kontrolle. Beginnen Sie noch heute mit der Vereinfachung.

[7 Tage kostenlos testen](https://app.contracko.com/register?appLanguage=de)

Demo buchen
