# Datenportabilitätsklausel

Source: https://contracko.com/de/glossar/data-portability-clause

# Datenportabilitätsklausel

Eine Bestimmung, die sicherstellt, dass Daten in einem nutzbaren, strukturierten Format exportiert und übertragen werden können.

## Definition

Eine Datenportabilitätsklausel verpflichtet einen Lieferanten, die Daten eines Kunden in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format bereitzustellen, damit sie zu einem anderen System oder Anbieter migriert werden können. Sie gibt dem DSGVO-Recht auf Datenportabilität auf vertraglicher Ebene Inhalt und hängt eng mit Exit- und Lock-in-Fragen zusammen. Die Klausel muss Formate, Fristen, Vollständigkeit und etwaige Migrationshilfe festlegen.

## Beispiel

> Bei Vertragsbeendigung muss der SaaS-Anbieter aufgrund der Datenportabilitätsklausel alle Kundendaten innerhalb von zehn Arbeitstagen als CSV exportieren.

## Warum dies ein Geschäftsrisiko ist

Ohne eine Datenportabilitätsklausel bestimmt ein Lieferant die Bedingungen, zu denen Daten freigegeben werden, was erheblichen Lock-in schafft und genau dann eine kostspielige Verhandlung erfordert, wenn die Beziehung endet. Wo personenbezogene Daten betroffen sind, kann das Fehlen klarer Portabilitätspflichten auch ein DSGVO-Compliance-Risiko für den Verantwortlichen schaffen. Unternehmen, die große Mengen betrieblicher Daten in Drittanbietersystemen speichern, sind besonders anfällig, wenn dies nicht beim Vertragsschluss geregelt wird.

## So gehen Sie damit um

- Nehmen Sie eine Datenportabilitätsklausel in jeden SaaS- oder Plattformvertrag bei Unterzeichnung auf, nicht nachträglich.
- Legen Sie die genauen Formate (CSV, JSON, SQL-Dump usw.), Vollständigkeitsanforderungen und den Lieferzeitraum fest.
- Klären Sie, ob Migrationshilfe inklusive ist oder zusätzliche Kosten verursacht, und begrenzen Sie etwaige Zusatzgebühren.
- Testen Sie den Exportprozess regelmäßig, um zu bestätigen, dass Daten tatsächlich im vereinbarten Format extrahiert werden können, bevor Sie es brauchen.

### Wie Contracko hilft

Die KI-Analyse von Contracko extrahiert Datenportabilitätspflichten und Lieferfristen aus Vertragstext und fügt sie der Verpflichtungszusammenfassung hinzu, damit sie beim Exit nicht übersehen werden. Die Massenextraktionsfunktion ermöglicht es Contracko auch, Vertragsmetadaten als CSV oder Excel zu exportieren, sodass Ihre eigenen Vertragsdaten portabel bleiben.

## Rechtsquellen

- [GDPR Art. 20 DSGVO: Recht auf Datenübertragbarkeit EU-Recht](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj)

Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Quellen auf Niederländisches Recht (Burgerlijk Wetboek, das niederländische Bürgerliche Gesetzbuch); EU-Instrumente wie die DSGVO gelten in der gesamten EU. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Andere Rechtsordnungen behandeln diese Konzepte unterschiedlich. Überprüfen Sie den aktuellen Text und Ihre Situation mit einem qualifizierten Rechtsanwalt.

## Relevant für

[Software & SaaS](https://contracko.com/de/branchen/software-saas)[IT-Dienstleistungen](https://contracko.com/de/branchen/it-dienstleistungen)[Gesundheitswesen](https://contracko.com/de/branchen/gesundheitswesen)

## Verwandte Klauseln

- [Datenverarbeitungsklausel](https://contracko.com/de/klauselbibliothek/data-processing)
- [Exit-/Übergangsklausel](https://contracko.com/de/klauselbibliothek/exit-clause)

## Verwandte Begriffe

- [DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)](https://contracko.com/de/glossar/gdpr)
- [Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)](https://contracko.com/de/glossar/data-processing-agreement)
- [Anbieterabhängigkeit](https://contracko.com/de/glossar/vendor-lock-in)
- [Exitklausel](https://contracko.com/de/glossar/exit-clause)

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- KI findet Verlängerungs- und Kündigungstermine
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DSGVO-konform. Verschlüsselt. Niemals für KI-Training verwendet.

## Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Begriff.

- **Q:** Ist Artikel 20 DSGVO dasselbe wie eine vertragliche Datenportabilitätsklausel?
  **A:** Nein. Artikel 20 DSGVO gibt betroffenen Personen das Recht, ihre personenbezogenen Daten zu erhalten. Eine vertragliche Klausel besteht zwischen dem Geschäftskunden und dem Lieferanten und deckt alle Kundendaten (nicht nur personenbezogene Daten) zu den von den Parteien vereinbarten Bedingungen ab, einschließlich Format, Zeitplanung und Unterstützung.

- **Q:** In welchem Format müssen Daten exportiert werden?
  **A:** Die Klausel muss ein strukturiertes, maschinenlesbares Format angeben, das mit gängigen Tools verarbeitet werden kann (z. B. CSV, JSON oder XML). Proprietäre oder verschlüsselte Formate, die die Originalsoftware des Lieferanten zum Lesen erfordern, untergraben den Zweck der Portabilität.

- **Q:** Hilft eine Datenportabilitätsklausel bei Vendor-Lock-in?
  **A:** Es ist eines der wirksamsten Mittel. Ohne diese verschafft die praktische Schwierigkeit der Datenextraktion dem bestehenden Lieferanten bei der Verlängerung enormen Einfluss. In Kombination mit einer Exitklausel bildet sie die vertragliche Grundlage für den Lieferantenwechsel.

- **Q:** Kann ein Lieferant für den Datenexport aufgrund einer Portabilitätsklausel Kosten berechnen?
  **A:** Nur wenn die Klausel dies erlaubt. Wenn die Klausel dazu nichts sagt, ist Best Practice, eine Obergrenze zu vereinbaren oder Nullkosten für einen Standard-Export festzulegen. Offene Kostenbedingungen geben dem Lieferanten Spielraum, den Exit finanziell abschreckend zu gestalten.

- **Q:** Wie lange nach Vertragsbeendigung müssen Daten für den Export verfügbar bleiben?
  **A:** Dies muss in der Klausel vereinbart werden. Eine gängige Bestimmung gibt dem Kunden 30 bis 90 Tage nach Vertragsbeendigung, um seine Daten abzurufen, bevor der Lieferant sie löscht. Kürzere Zeiträume sind riskant; der Lieferant muss die Löschung schriftlich bestätigen, sobald der Zeitraum abläuft.

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