# Exitplan

Source: https://contracko.com/de/glossar/exit-plan

# Exitplan

Ein dokumentierter Plan, der beschreibt, wie Dienstleistungen und Vermögenswerte bei Vertragsende übergehen.

## Definition

Ein Exitplan ist das operative Dokument, das üblicherweise durch eine Exitklausel gefordert wird und die konkreten Schritte, Zeitpläne, Verantwortlichkeiten und Lieferergebnisse für den Übergang einer Dienstleistung zu einem Nachfolgeanbieter oder zurück zum Kunden beschreibt. Er umfasst üblicherweise Wissenstransfer, Datenmigration, Geräterückgabe, Stilllegung und Abnahmekriterien. Ein während der Laufzeit aktuell gehaltenes Exitplan reduziert Störungen und Abhängigkeitsrisiken bei Vertragsbeendigung.

## Beispiel

> Die Parteien aktualisieren den Exitplan jährlich, sodass bei Vertragsbeendigung die Datenmigration innerhalb von zwei Wochen beginnen kann.

## Warum dies ein Geschäftsrisiko ist

Ein Exitplan, der nie aktualisiert wird, wird wertlos: Systeme, Personal und Datenstrukturen verändern sich während der Laufzeit, und ein veralteter Plan zum Zeitpunkt des Exits verursacht Transitionsverzögerungen und Streitigkeiten darüber, was geschuldet wird. Ohne funktionierenden Exitplan wächst die operative Abhängigkeit des Kunden vom Lieferanten unkontrolliert, sodass aus einer geplanten Übergabe ein Notfall wird.

## So gehen Sie damit um

- Verpflichten Sie zur Erstellung des Exitplans innerhalb der ersten drei Monate des Vertrags und zu mindestens jährlichen Aktualisierungen.
- Nehmen Sie Abnahmekriterien in den Plan auf, damit beide Parteien darüber einig sind, was eine abgeschlossene Übergabe ausmacht.
- Testen Sie den Plan regelmäßig mit einer Simulation oder einem Walkthrough, um zu bestätigen, dass er durchführbar bleibt.
- Verknüpfen Sie den Exitplan mit dem Ablaufdatum oder dem Meilenstein der vorzeitigen Beendigung des Vertrags, damit er überprüft wird, bevor der Exit ausgelöst wird.

### Wie Contracko hilft

Contracko verfolgt die Pflicht zur Überprüfung des Exitplans als wiederkehrenden Meilenstein und sendet Erinnerungen, bevor die jährliche Aktualisierung fällig ist. Wenn der Vertrag der Beendigung entgegengeht, gibt das bestehende Verpflichtungsprotokoll den Teams einen klaren Ausgangspunkt für die Koordination der Übergabe.

## Relevant für

[IT-Dienstleistungen](https://contracko.com/de/branchen/it-dienstleistungen)[Managed Service Provider](https://contracko.com/de/branchen/managed-service-provider)[Logistik & Distribution](https://contracko.com/de/branchen/logistik)

## Verwandte Klauseln

- [Exit-/Übergangsklausel](https://contracko.com/de/klauselbibliothek/exit-clause)
- [Unterauftragsvergabeklausel](https://contracko.com/de/klauselbibliothek/subcontracting)

## Verwandte Begriffe

- [Exitklausel](https://contracko.com/de/glossar/exit-clause)
- [Anbieterabhängigkeit](https://contracko.com/de/glossar/vendor-lock-in)
- [Datenportabilitätsklausel](https://contracko.com/de/glossar/data-portability-clause)
- [Vertragsübernahme](https://contracko.com/de/glossar/contract-transfer)

### Verpassen Sie nie wieder eine Vertragsfrist

- KI findet Verlängerungs- und Kündigungstermine
- Risiken und Pflichten werden automatisch sichtbar
- Erinnerungen helfen Ihnen, rechtzeitig zu handeln

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DSGVO-konform. Verschlüsselt. Niemals für KI-Training verwendet.

## Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Begriff.

- **Q:** Ist der Exitplan Teil des Vertrags selbst?
  **A:** Üblicherweise ist es ein separates Dokument, auf das der Vertrag verweist. Der Vertrag legt die Pflicht zur Erstellung und Pflege fest; der Plan selbst ist ein operatives Dokument, das aktualisiert werden kann, ohne den Vertrag zu ändern.

- **Q:** Wer ist für die Pflege des Exitplans verantwortlich?
  **A:** Üblicherweise der Lieferant, der das operative Wissen besitzt. Der Kunde ist jedoch verantwortlich dafür, dass der Plan rechtzeitig aktualisiert wird und die aktuelle Umgebung und Anforderungen des Kunden widerspiegelt.

- **Q:** Was muss ein guter Exitplan enthalten?
  **A:** Mindestens: Wissenstransferschritte und Verantwortliche, Datenmigrations-Format und -zeitrahmen, Rückgabe von Geräten und Zugangsdaten, Stilllegungsschritte, Abnahmekriterien, Eskalationskontakte und Kostenverteilung.

- **Q:** Was passiert, wenn der Lieferant sich weigert, den Exitplan zu befolgen?
  **A:** Die Verweigerung, einem vertraglich geforderten Exitplan zu folgen, ist eine Vertragsverletzung. Der Kunde kann Schadensersatz verlangen, einstweiligen Rechtsschutz beantragen oder ein Step-in-Recht ausüben, wenn der Vertrag dies enthält. Deshalb ist es wichtig, den Plan im Voraus zu vereinbaren und nicht erst zum Zeitpunkt des Exits.

- **Q:** Wie weit im Voraus sollte die Exitplanung beginnen?
  **A:** Für komplexe IT- oder Outsourcing-Verträge sollte die aktive Exitvorbereitung sechs bis zwölf Monate vor dem geplanten Enddatum beginnen. Für einfachere Dienstleistungen sind drei Monate oft ausreichend. Zu früh zu beginnen ist selten ein Problem; zu spät zu beginnen fast immer.

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