Lastschriftrabatt
Eine kleine Preissenkung für Kunden, die die Zahlung per automatischem Lastschriftverfahren autorisieren.
Definition
Ein Lastschriftrabatt belohnt Kunden, die dem Lieferanten erlauben, Zahlungen automatisch von ihrem Bankkonto einzuziehen, was die Zahlungssicherheit und Cashflow-Vorhersehbarkeit des Lieferanten verbessert. Er ist in Versorgungs-, Telekommunikations- und Abonnementverträgen üblich. Der Rabatt muss im Preisverzeichnis klar ausgewiesen werden und unterliegt den SEPA-Lastschriftmandat-Regeln.
Beispiel
Ein Energieversorger bietet Kunden, die per SEPA-Lastschrift statt per manueller Überweisung zahlen, eine monatliche Vergünstigung von EUR 1.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Ist der Lastschriftrabatt nicht eindeutig im Vertrag und Preisverzeichnis dokumentiert, entstehen Streitigkeiten, wenn ein Kunde das Mandat widerruft und der Lieferant zum vollen Tarif abrechnet. Kunden erkennen möglicherweise nicht, dass der Rabatt an eine Bedingung geknüpft ist, oder Lieferanten versäumen, ihn bei Erlöschen des Mandats zu entfernen, was zu Inkonsistenzen im Abrechnungssystem führt.
So gehen Sie damit um
- Geben Sie den Rabattbetrag und die Bedingung (aktives SEPA-Lastschriftmandat) ausdrücklich im Vertragspreisverzeichnis an.
- Legen Sie fest, was mit dem Rabatt geschieht, wenn das Mandat widerrufen wird: der volle Preis gilt ab der nächsten Abrechnungsperiode.
- Stellen Sie sicher, dass das SEPA-Mandat die korrekte Gläubigerkennung enthält und dass Mandate für Prüfzwecke archiviert werden.
- Richten Sie eine Prüfung im Abrechnungssystem ein, die den Rabatt automatisch entfernt, wenn ein Mandat storniert oder unvergütet zurückgegeben wird.
- Benachrichtigen Sie Kunden im Voraus, bevor der volle Preis angewendet wird, entsprechend den vertraglichen Änderungsmitteilungsanforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.