Preiseskalation
Ein vertraglicher Mechanismus, der es erlaubt, den Preis während der Laufzeit auf Basis definierter Kostentreiber zu erhöhen.
Definition
Preiseskalation erlaubt einem Lieferanten, den Vertragspreis während der Leistungserbringung zu erhöhen, um gestiegene Inputkosten wie Löhne, Rohstoffe oder Energie weiterzugeben. Die Klausel koppelt Erhöhungen in der Regel an einen veröffentlichten Index oder eine dokumentierte Kostenformel und kann den jährlichen Anstieg deckeln. Eskalationsklauseln teilen das Inflationsrisiko und sind in langfristigen Bau- und Lieferverträgen üblich.
Beispiel
Ein zweijähriger Liefervertrag erlaubt die vierteljährliche Anpassung des Stahlzuschlags entsprechend einem benannten Rohstoffindex.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Für Käufer kann eine offene Eskalationsklausel die tatsächlichen Kosten eines Vertrags unvorhersehbar machen und Budgetannahmen aushöhlen. Für Lieferanten setzt ein Vertrag ohne Eskalationsmechanismus sie nicht kompensierbaren Kostensteigerungen aus, insbesondere auf volatilen Rohstoff- oder Energiemärkten. Schlecht definierte Auslösungsereignisse oder fehlende Obergrenzen können bei jeder scharfen Marktverschiebung Streitigkeiten verursachen.
So gehen Sie damit um
- Definieren Sie den Kostentreiber präzise: benennen Sie den Index, den Referenzzeitraum und die Formel zur Berechnung der Preisanpassung.
- Begrenzen Sie die maximale jährliche Eskalation und erwägen Sie eine Untergrenze, damit Preisänderungen in beide Richtungen begrenzt sind.
- Legen Sie die Ankündigungsfrist für Eskalationsanpassungen fest, damit der Käufer Zeit hat, die Änderung zu budgetieren, bevor der neue Preis gilt.
- Verlangen Sie vom Lieferanten einen dokumentarischen Nachweis der Kostensteigerung, bevor eine Eskalation angewendet werden kann.
- Verfolgen Sie Eskalationsanpassungsdaten und benachrichtigen Sie die andere Partei im Voraus, anstatt sie rückwirkend anzuwenden.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.