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Ausstiegsklausel

Eine Bestimmung, die einer Partei erlaubt, den Vertrag zu verlassen oder auszusetzen, wenn bestimmte Umstände eintreten.

Definition

Eine Ausstiegsklausel bietet einer oder beiden Parteien einen vertraglich vereinbarten Ausweg aus der Vereinbarung, wenn ein bestimmter Auslöser eintritt, etwa die Verweigerung einer Finanzierung, behördliche Ablehnung oder eine Veränderung der Marktbedingungen. Sie fungiert als Sicherheitsventil, das verhindert, dass eine Partei gebunden bleibt, wenn eine wesentliche Annahme wegfällt. Ausstiegsklauseln werden häufig als auflösende Bedingung oder als haftungsfreies Kündigungsrecht ausgestaltet.

Beispiel

Ein Käufer beruft sich auf die Finanzierungsausstiegsklausel und zieht sich zurück, als die Bank das Darlehen ablehnt.

Warum dies ein Geschäftsrisiko ist

Eine zu weit gefasste Ausstiegsklausel kann die Rechtssicherheit untergraben, die ein Vertrag gerade schaffen soll: Eine Partei kann sie opportunistisch nutzen, um aus einem Geschäft auszusteigen, das lediglich weniger attraktiv geworden ist. Umgekehrt kann eine zu eng oder unvollständig formulierte Ausstiegsklausel eine Partei in einem Geschäft festhalten, bei dem eine kritische Annahme offensichtlich weggefallen ist. Die Auslöseereignisse korrekt zu formulieren erfordert sorgfältige Ausarbeitung und Prüfung.

So gehen Sie damit um

  • Beschreiben Sie die Auslöseereignisse präzise und abschließend; vage Formulierungen laden zu Streitigkeiten über die Anwendbarkeit ein.
  • Legen Sie das Verfahren zur Berufung auf die Klausel fest: wer muss benachrichtigen, in welcher Form und innerhalb welcher Frist nach dem Auslöseereignis.
  • Legen Sie eindeutig fest, ob die Berufung haftungsfrei erfolgt oder ob eine Zahlung (Break-Fee, Kostenerstattung) geschuldet wird.
  • Erfassen Sie die Klausel bei Unterzeichnung in Ihrem Vertragsverfolgungssystem, damit das Verfahren klar und fristengesteuert ist, falls der Auslöser eintritt.

Rechtsquellen

Sofern nicht anders angegeben beziehen sich die Quellen auf Niederländisches Recht (Burgerlijk Wetboek, das niederländische Bürgerliche Gesetzbuch); EU-Instrumente wie die DSGVO gelten in der gesamten EU. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Andere Rechtsordnungen behandeln diese Konzepte unterschiedlich. Überprüfen Sie den aktuellen Text und Ihre Situation mit einem qualifizierten Rechtsanwalt.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Begriff.

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