Standardklauseln (Boilerplate)
Standard-Vertragsklauseln, die in den meisten Vereinbarungen mit wenig Änderung erscheinen.
Definition
Standardklauseln sind die allgemeinen, oft übersehenen Klauseln am Ende eines Vertrags (wie Gesamtvereinbarung, Salvatorische Klausel, Mitteilungen und Abtretung), die das Funktionieren des Vertrags und nicht seinen kommerziellen Inhalt regeln. Obwohl routinemässig, können diese Bestimmungen Streitigkeiten entscheiden und sollten daher nicht blind kopiert werden. Ihre Auslegung unterliegt weiterhin den Massstäben der Vernünftigkeit und Billigkeit.
Beispiel
Eine schlecht formulierte Mitteilungsklausel bedeutete, dass eine Kündigungs-E-Mail nie rechtsgültig zugestellt wurde, was einer Partei ihr Austrittsrecht kostete.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Standardklauseln sind der Ort, an dem Gerichte das Ergebnis von Streitigkeiten finden. Eine Gesamtvereinbarungsklausel kann das Vertrauen auf ein vorvertragliches Versprechen blockieren; eine Mitteilungsklausel kann eine Kündigung ungültig machen, wenn die falsche Adresse oder Methode verwendet wird. Da diese Bestimmungen routinemässig erscheinen, erhalten sie in Verhandlungen wenig Aufmerksamkeit, können jedoch das Handelsgeschäft überschreiben.
So gehen Sie damit um
- Lesen Sie Standardklauseln kritisch, anstatt sie als selbstverständlich zu akzeptieren: Jede Klausel hat eine konkrete rechtliche Wirkung.
- Halten Sie die Mitteilungsklausel aktuell: Aktualisieren Sie Adressen und erlaubte Methoden (E-Mail, Kurier, Einschreiben), wenn sich die Kontaktdaten des Vertragspartners ändern.
- Prüfen Sie, dass eine Gesamtvereinbarungsklausel nicht versehentlich wichtige vorvertragliche Zusagen abschneidet, auf die Sie sich stützen müssen.
- Stellen Sie sicher, dass die Salvatorische Klausel mit dem anwendbaren Recht vereinbar ist; einige Rechtssysteme haben unterschiedliche Regeln zur Teilunwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.