Marktkonformitat
Ob Preise und Konditionen mit den geltenden Markttarifen für vergleichbare Waren oder Dienstleistungen übereinstimmen.
Definition
Marktkonformität prüft, ob vereinbarte Preise und Bedingungen dem entsprechen, was der offene Markt für gleichwertige Lieferungen bieten wurde. Sie bildet die Grundlage für Benchmarking, periodische Preisbeurteilungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen im öffentlichen Sektor und wird häufig durch Marktscans oder Wettbewerbsangebote nachgewiesen.
Beispiel
Ein Marktscan zeigt, dass ein langfristiger Reinigungsvertrag 18 % über den aktuellen Tarifen liegt, was eine Nachverhandlung auslöst.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Verträge, die im Laufe der Zeit über Markttarife steigen, vernichten stillschweigend Wert: die Uberzahlung ist unsichtbar, es sei denn, jemand führt ein Benchmarking durch. Im öffentlichen Sektor kann das Versaumen des Nachweises der Marktkonformität Wirtschaftlichkeitsverpflichtungen verletzen und Rechenschaftsprobleme schaffen. Bei Fusionen und Akquisitionen sind über-Markt-Lieferantenvertrage ein anerkanntes Bewertungsrisiko.
So gehen Sie damit um
- Eine Benchmarking-Klausel in langfristige Verträge aufnehmen, die eine periodische Marktkontrolle ermöglicht und eine Preisanpassung auslöst, wenn eine signifikante Abweichung festgestellt wird.
- Vor jeder Verlängerung einen Marktscan durchführen, damit mit aktuellen Daten statt Annahmen aus dem vorherigen Zyklus verhandelt wird.
- Mindestens zwei oder drei unabhangige Angebote oder Referenzpreise einholen, um einen glaubwurdigen Maßstab festzulegen.
- Die Benchmarking-Methodik und Ergebnisse dokumentieren, damit sie bei einer Nachverhandlung oder Prüfung angefiuhrt werden können.
- Preisindexierungsklauseln in bestehenden Verträgen überwachen, um sicherzustellen, dass Anpassungen mit den tatsächlichen Marktbewegungen übereinstimmen.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.