Lieferantenbewertung
Bewertung der Lieferantenleistung anhand von Qualitats-, Liefer-, Preis- und Compliance-Kriterien zur Steuerung von Beschaffungsentscheidungen.
Definition
Die Lieferantenbewertung misst, wie gut ein Lieferant vereinbarte Kriterien (Qualität, termingerechte Lieferung, Preiswettbewerbsfähigkeit, Service und Compliance) erfüllt, sowohl bei der Auswahl als auch bei der Beurteilung bestehender Lieferanten. Scorecards machen die Leistung objektiv, unterstützen Verlängerungs- oder Ausstiegsentscheidungen und führen zu kontinuierlicher Verbesserung.
Beispiel
Ein Logistikunternehmen bewertet Spediteure monatlich nach termingerechter Lieferung und Schadensquote; dauerhaft unterdurchschnittliche Lieferanten verlieren bei Verlängerung Volumen.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Ohne strukturierte Bewertung werden Verlängerungsentscheidungen subjektiv oder durch Tragheit getroffen, wobei unterdurchschnittliche Lieferanten beibehalten werden, die Wert kosten und den Betrieb Qualitats- und Compliance-Risiken aussetzen. Ebenso erhöht eine schlechte Auswahl bei der Vergabe ohne Kriterien die Chance, einen Lieferanten zu beauftragen, der nicht liefern kann.
So gehen Sie damit um
- Bewertungskriterien und Gewichtungen vor der Lieferantenauswahl festlegen, nicht danach, um nachträgliche Rechtfertigungen zu verhindern.
- Leistungsdaten systematisch während der gesamten Vertragslaufzeit erfassen, nicht nur zum Verlängerungszeitpunkt.
- Scorecard-Ergebnisse mit dem Lieferanten teilen, um Verbesserungen zu fordern, und seine Reaktion dokumentieren.
- Bewertungsergebnisse direkt in Verlängerungs-, Nachverhandlungs- und Ausstiegsentscheidungen einfliessen lassen, um den Feedbackkreis zu schließen.
- SLA-Verletzungsdaten und Liefermeilensteinleistungen in Bewertungen einbeziehen, nicht nur kommerzielle Kriterien.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.