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Abwerbeverbot

Eine Bestimmung, die einer Partei verbietet, Personal oder Kunden der anderen Partei für einen bestimmten Zeitraum anzusprechen.

Definition

Ein Abwerbeverbot hindert eine Partei (oder einen ausscheidenden Arbeitnehmer) daran, Kunden, Lieferanten oder Personal der Gegenpartei für einen bestimmten Zeitraum und in einem bestimmten Gebiet anzusprechen. Anders als ein vollständiges Wettbewerbsverbot untersagt es nicht den Wettbewerb als solchen, sondern nur die gezielte Ansprache geschützter Beziehungen. Um durchsetzbar zu sein, muss es in Umfang und Dauer angemessen sein; im gewerblichen Kontext wird es an wettbewerbsrechtlichen Grenzen gemessen.

Beispiel

Aufgrund des Abwerbeverbots darf der Berater zwölf Monate nach Auftragsende das Schlüsselpersonal des Kunden nicht ansprechen.

Warum dies ein Geschäftsrisiko ist

Ein Abwerbeverbot, das in Umfang oder Dauer zu weit gefasst ist, riskiert als unverhältnismäßig beschränkend für nichtig erklärt zu werden und gibt Ihnen überhaupt keinen Schutz. Ein zu enges Verbot deckt möglicherweise die wichtigsten Beziehungen nicht ab. Für Arbeitsverhältnisse wenden niederländische Gerichte strenge Regeln an: Ein zu weites Abwerbeverbot gegenüber einem Arbeitnehmer kann teilweise für unwirksam erklärt werden, auch wenn andere Teile wirksam sind.

So gehen Sie damit um

  • Beschreiben Sie die geschützten Beziehungen spezifisch: benannte Kunden, direkte Untergebene oder eine definierte Kundenkategorie anstatt "alle Kunden".
  • Halten Sie die Dauer angemessen: zwölf bis vierundzwanzig Monate sind in Handelsverträgen üblich; längere Zeiträume unterliegen strengerer Prüfung.
  • Unterscheiden Sie zwischen aktiver Ansprache und passiver Annahme: Die meisten Verbote untersagen Ersteres, erlauben aber die Reaktion auf eine Ansprache seitens der geschützten Partei.
  • In Arbeitsverträgen erfordert ein Abwerbeverbot, das einen Arbeitnehmer einschränkt, besondere Aufmerksamkeit nach niederländischem Arbeitsrecht, und eine Vergütung kann erforderlich sein.

Rechtsquellen

Sofern nicht anders angegeben beziehen sich die Quellen auf Niederländisches Recht (Burgerlijk Wetboek, das niederländische Bürgerliche Gesetzbuch); EU-Instrumente wie die DSGVO gelten in der gesamten EU. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Andere Rechtsordnungen behandeln diese Konzepte unterschiedlich. Überprüfen Sie den aktuellen Text und Ihre Situation mit einem qualifizierten Rechtsanwalt.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Begriff.

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