Procure-to-pay
Der durchgangige Prozess vom Anfordern von Waren bis zur Begleichung der Lieferantenrechnung, oft in einem automatisierten Arbeitsablauf.
Definition
Procure-to-pay (P2P) umfasst den vollständigen operativen Zyklus: Bedarfsanforderung, Genehmigung, Bestellung, Wareneingang, Rechnung und Zahlung. Eine gut konzipierte P2P-Kette setzt Kontrollen wie den Drei-Wege-Abgleich durch, reduziert unkontrollierte Einkäufe und liefert dem Finanzbereich zuverlassige Verpflichtungsdaten.
Beispiel
In einem P2P-System wird die Bedarfsanforderung eines Mitarbeiters zu einer genehmigten Bestellung; die Rechnung wird erst beglichen, wenn sie mit der Bestellung und dem Wareneingang übereinstimmt.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Ein fehlerhafter oder manueller P2P-Prozess erzeugt Lücken, in denen Rechnungen ohne Abgleichsnachweise bezahlt werden, Doppelzahlungen durchschlupfen und vertragsexterne Ausgaben unentdeckt bleiben. Diese Lücken treiben Kosten in die Höhe und schaffen Prüfungsrisiken. Ohne Verpflichtungsdaten kann der Finanzbereich den Cashflow nicht genau prognostizieren oder Abgrenzungen mit tatsächlichen Verpflichtungen abgleichen.
So gehen Sie damit um
- Genehmigungsweiterleitung und Bestellungserstellung automatisieren, um die Richtlinie bei jedem Schritt durchzusetzen.
- Den Drei-Wege-Abgleich einführen, bevor eine Rechnung zur Zahlung freigegeben wird.
- Einen Lieferantenkatalog verwenden, um Einkäufe von Anfang an auf vertraglich vereinbarte Artikel und Preise zu lenken.
- Regelmäßig Ausnahmeberichte ausführen, um Rechnungen zu erkennen, die den normalen Prozess umgangen haben.
- P2P-Verpflichtungsdaten mit dem Finanzberichtswesen verknupfen, damit Abgrenzungen und Prognosen auf vertraglichen Verpflichtungen basieren.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.