Beschaffungsstrategie
Der Plan, der festlegt, wie die Beschaffung kategorieuberschreitend Wert liefert, Risiken steuert und Unternehmensziele unterstützt.
Definition
Eine Beschaffungsstrategie übersetzt Unternehmensziele in Kategorieplane, Beschaffungsansatze und Entscheidungen über die Lieferantenbasis über einen mehrjährigen Zeithorizont. Sie balanciert Kosten, Risiko, Qualität und Nachhaltigkeit und leitet, ob für jede Ausgabenkategorie konsolidiert, allein beschafft, mit Partnern zusammengearbeitet oder wettbewerblich ausgeschrieben wird.
Beispiel
Die Strategie eines Lebensmittelherstellers beschafft kritische Verpackungen bei zwei Quellen und konsolidiert risikoarme indirekte Ausgaben bei einem bevorzugten Distributeur.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Eine Beschaffungsfunktion ohne klare Strategie neigt dazu, auf jede Ausgabenkategorie isoliert zu reagieren, Konsolidierungssynergien zu verpassen, vermeidbare Alleinlieferantenabhangigkeiten zu schaffen und Verträge nicht mit der Unternehmensrichtung abzustimmen. Über mehrjahrige Horizonte summiert sich die Kosten- und Risikostrafe einer unstrategischen Lieferantenbasis erheblich.
So gehen Sie damit um
- Die Beschaffungsstrategie am Geschäftsplan verankern, damit Kategorieentscheidungen relevant bleiben, wenn sich die Strategie ändert.
- Ausgabenanalyse und Lieferantensegmentierung nutzen, um vor der Festlegung von Kategorieansatzen eine Faktenbasis aufzubauen.
- Messbare Ziele für Kosten, Risiko, Nachhaltigkeit und Lieferantenqualitat für jede Hauptkategorie festlegen.
- Die Strategie mindestens jährlich oder bei wesentlichen Änderungen der Unternehmensrichtung überprüfen und aktualisieren.
- Vertragsablaufe über alle Kategorien hinweg verfolgen, damit Verlängerungsentscheidungen mit der strategischen Absicht übereinstimmen statt automatisch zu erfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.