Lieferantenbeziehungsmanagement
Das strukturierte Management wichtiger Lieferantenbeziehungen zur Maximierung von Wert, Leistung und gemeinsamer Innovation.
Definition
Das Lieferantenbeziehungsmanagement (SRM) geht über Transaktionen hinaus und entwickelt strategische Lieferanten durch Governance, Leistungsbeurteilungen und Zusammenarbeit. Es stimmt die Beziehungsintensität auf die Lieferantenbedeutung ab, schützt die Kontinuität bei kritischen Einsatzmaterialien und hält die Warenausgaben wettbewerbsfähig.
Beispiel
Ein Krankenhaus hält vierteljährige Geschäftsbesprechungen mit seinem wichtigsten Implantatlieferanten, um Qualität, Lieferzeiten und gemeinsame Roadmap-Punkte zu verfolgen.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Ohne strukturiertes SRM behandeln Organisationen alle Lieferanten ungeachtet ihrer Kritikalität gleich, wodurch strategische Abhängigkeiten schlecht gesteuert werden und Leistungsprobleme unentdeckt bleiben, bis sie den Betrieb stören. Versäumte Verlängerungstermine, übersehene SLA-Verletzungen und ungemessener Leistungsverfall sind häufige Folgen ungemanagter Lieferantenbeziehungen.
So gehen Sie damit um
- Lieferanten zunächst nach Kritikalität segmentieren und dann Governance-Intensität proportional zur strategischen Bedeutung anwenden.
- Einen regelmäßigen Rhythmus von Leistungsbeurteilungen einrichten, der an SLA-Kennzahlen und vertragliche Verpflichtungen geknüpft ist.
- Vertragslaufdaten verfolgen, damit Verlängerungen proaktiv und nicht unter Zeitdruck verhandelt werden.
- Vereinbarte Verbesserungsmaßnahmen dokumentieren und bei jeder Beurteilung nachverfolgen.
- Ausstiegs- und Kontinuitätsplanung für kritische Alleinlieferanten einbauen, bevor eine Krise dies erzwingt.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.