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Freizeichnungsklausel

Eine Klausel, die die Haftung einer Partei für Schäden ausschließt oder begrenzt.

Definition

Eine Freizeichnungsklausel ist eine Vertragsbestimmung, durch die eine Partei ihre Haftung für Schäden ausschließt oder begrenzt, häufig als Teil allgemeiner Geschäftsbedingungen. Solche Klauseln sind grundsätzlich wirksam, werden jedoch an den Maßstäben von Treu und Glauben (Artikel 6:248 BW) und bei AGB an dem Regime für unangemessene Klauseln des Artikels 6:233 BW gemessen. Ein Gericht kann die Klausel unangewendet lassen, insbesondere wenn der Schaden auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht.

Beispiel

Die allgemeinen Bedingungen einer Werkstatt schließen die Haftung für Schäden an eingelagerter Ware aus, doch ein Gericht verweigert die Anwendung der Klausel, weil der Schaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde.

Warum dies ein Geschäftsrisiko ist

Eine Freizeichnungsklausel kann ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln: Ein Gericht kann ihre Anwendung genau dann verweigern, wenn sie am dringendsten benötigt wird, nämlich wenn der Schaden groß und durch schwere Fahrlässigkeit verursacht ist. Für die Partei, die die Klausel akzeptiert, kann das bedeuten, mit nicht einbringlichen Verlusten zurückzubleiben, die auch nicht durch eine Versicherung abgedeckt sind, insbesondere bei reinen Vermögensschäden. Unternehmen, die solche Klauseln in AGB aufnehmen, ohne sie ordnungsgemäß offenzulegen, riskieren, dass sie als unangemessene Klauseln nach Artikel 6:233 BW für nichtig erklärt werden.

So gehen Sie damit um

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen der anderen Partei vor oder bei Vertragsabschluss ordnungsgemäß ausgehändigt werden, um die Nichtigkeit wegen fehlender Offenlegung zu vermeiden.
  • Verlassen Sie sich nicht auf eine Freizeichnungsklausel als Ersatz für eine Versicherung: Halten Sie ausreichende Deckung für die Szenarien, die die Klausel auszuschließen beabsichtigt.
  • Prüfen Sie bei der Beurteilung der Klausel einer Vertragspartei, ob sie Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit erfasst: Ist das der Fall, ist dieser Schutz nach niederländischem Recht wahrscheinlich nicht durchsetzbar.
  • Überprüfen Sie Freizeichnungsklauseln in Ihrem Portfolio regelmäßig: Die Entwicklung der Rechtsprechung zu Treu und Glauben kann die Durchsetzbarkeit verändern, ohne dass sich der Vertragstext ändert.

Rechtsquellen

Sofern nicht anders angegeben beziehen sich die Quellen auf Niederländisches Recht (Burgerlijk Wetboek, das niederländische Bürgerliche Gesetzbuch); EU-Instrumente wie die DSGVO gelten in der gesamten EU. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Andere Rechtsordnungen behandeln diese Konzepte unterschiedlich. Überprüfen Sie den aktuellen Text und Ihre Situation mit einem qualifizierten Rechtsanwalt.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Begriff.

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