ISO 9001
Die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme, die von Vertragslieferanten häufig verlangt wird.
Definition
ISO 9001 ist die international anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme und legt Anforderungen an konsistente Prozesse, Kundenorientierung und kontinuierliche Verbesserung fest. Einkäufer verlangen häufig, dass Lieferanten eine Zertifizierung besitzen oder aufrechterhalten als vertragliche Qualitätssicherungs- und Ausschreibungskriterium. Als private Norm statt Gesetz verweisen Verträge direkt darauf statt auf ein Gesetz.
Beispiel
Die Ausschreibung verlangt von Bietern, eine gültige ISO 9001-Zertifizierung zu besitzen und diese für die gesamte Vertragslaufzeit aufrechtzuerhalten.
Warum dies ein Geschäftsrisiko ist
Der Verlust der ISO 9001-Zertifizierung mitten im Vertrag ist ein wesentliches Pflichtverletzungsrisiko: Der Lieferant kann eine aufschiebende Bedingung nicht mehr erfullen, und der Kunde kann ein Kündigungsrecht haben. Für Käufer bedeutet das Versäumnis, die Zertifizierung bei der Verlängerung zu prüfen, dass die vertraglich vereinbarte Qualitätssicherung möglicherweise ohne Ihr Wissen erloschen ist.
So gehen Sie damit um
- Nehmen Sie die Zertifizierungsanforderung als fortlaufende Pflicht auf, nicht nur als Bedingung bei Unterzeichnung, damit ein Erlauschen während der Laufzeit eine Pflichtverletzung darstellt.
- Verlangen Sie, dass der Lieferant jährlich eine Kopie des gültigen Zertifikats vorlegt und Sie sofort informiert, wenn die Zertifizierung ausgesetzt oder widerrufen wird.
- Verfolgen Sie Zertifikatablaufdaten neben dem Vertragsablaufdatum, damit eine erneute Verifizierung vor dem jährlichen Audityzklus ausgelöst wird.
- Verifizieren Sie als Käufer das Zertifikat unabhängig über die ausstellende Zertifizierungsstelle, statt sich ausschließlich auf vom Lieferanten bereitgestellte Kopien zu verlassen.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu diesem Begriff.